Handelssysteme
Handelssysteme dienen dazu, den Handel an der Börse effizienter und erfolgreicher zu machen. Der gesamte Handel an der Börse basiert auf solchen Handelssystemen, denen vielfältige Anweisungen und Handelsbedingungen zu Grunde liegen. Es gibt sie als manuelle und mechanische Systeme. Sie basieren überwiegend auf der technischen Analyse und ihren Indikatoren oder auf der Fundamentalanalyse.
Manuelle Handelssysteme sind einfach strukturiert und bestehen nur aus wenigen Anweisungen, welche sich leicht "per Hand" ausführen lassen. Mechanische Handelssysteme sind hingegen sehr komplex und werden durch einen Computer ausgeführt.
Die wichtigsten Handelssysteme lassen sich in fünf Klassen einteilen.
Trendfolger-Handelssysteme erkennen neue Trends bereits am Anfang. Bei steigenden Kursen wird so früh wie möglich gekauft, um Gewinne zu realisieren. Bei fallenden Kursen werden die Wertpapiere wieder verkauft. Oftmals werden die Papiere schon vor Erreichen der Höchstgrenze wieder veräußert. Deshalb bezeichnet man diese Händler auch als "Trittbrettfahrer".
Pullback-Systeme nutzen plötzliche Preisbewegungen aus. Bestimmte Meldungen in der Presse können Kursschwankungen verursachen. Die Kurse können kurzfristig sinken um kurze Zeit darauf wieder zu steigen. Diese Situation nutzen Händler aus. Sie kaufen die Papiere zu dem niedrigen Kurs, um sie kurz darauf zu einem höheren Preis wieder zu verkaufen.
Beim Channel-Breakout gibt es für den Handel mit einem bestimmten Papier einen Minimal- und eine Maximalwert. Innerhalb eines bestimmten Zeitraums soll sich der Kurs nur innerhalb dieses Rahmens befinden. Verlässt der Kurs diese Grenzen, wird mit oder gegen die jeweilige Preisentwicklung reagiert.
Ein anderes Handelssystem ist das der Zyklen. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Preisbewegungen bestimmten Schwankungen unterliegen, wie z. B. saisonale Produkte aus der Landwirtschaft.
Beim Pattern-Handelssystem legt man dem Kursverlauf einer Aktie ein bestimmtes Muster in den Schwankungen zugrunde. Diese Schwankungen zwischen Eröffnungs-, Hoch-, Tief- und Schlusskurs lassen sich bedingt voraussagen. Man geht davon aus, dass die Teilnehmer am Markt in vergleichbaren Situationen in Zukunft auch gleich reagieren werden.
Aktiengeschäfte können mit Handelssystemen besser getätigt werden, da sie einen Zugang zu fast allen Aktienmärkten der Welt erlauben. Der Handel ist zeitsparender, u. U. können sogar Transaktionskosten gespart werden. Es besteht die Möglichkeit des 24-Stunden-Handels. Ein großer Vorteil ist, dass für den Anleger maßgeschneiderte Modelle zur Verfügung stehen.
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