Sicherheit bei Kreditkarten
In Amerika gibt es Kreditkarten schon mindestens solange wie Fernsehgeräte und dementsprechend etabliert sind sie in der dortigen Gesellschaft. Die US Bürger schätzen einfach die hohe Flexibilität und die mit Kreditkarten verbundene Möglichkeit zur zinslosen Zwischenfinanzierung. Somit ist es wenig verwunderlich, dass der Amerikaner im Schnitt sechs Kreditkarten besitzt. Entsprechend hoch sind auch die durchschnittlichen Schulden, die auf den Kreditkartenkonten der Amerikaner schlummer. Rund 8400 Dollar verkonsumierten sie im Schnitt über ihre Verhältnisse.
In Deutschland sind Kreditkarten zwar noch weit weniger verbreitet als in den USA, dennoch erleben Kreditkarten hierzulande einen wahren Boom. In Deutschland sind aktuell knapp über 22 Millionen Karten im Umlauf. Die Deutschen bevorzugen weiterhin die ec Karte.
Durch die fortschrittliche Entwicklung des Internets werden Kreditkarten immer wichtiger. Ein Großteil der Zahlungen bei Käufen über das WWW wird bereits über die Kreditkarte bezahlt. Gerade im Umgang mit der Kreditkarte in der undurchsichtigen Internetwelt ist aber Vorsicht geboten: Zwar wird die Kreditkarte stets als sicheres Zahlungsmittel beworben, das ist sie aber nur, wenn der Kunde richtig mit ihr umgeht.
Bei Internetzahlungen erfolgt die Bezahlung mit der Karte in der Regel so:
Nach dem Kauf wird der Benutzer nach der gewünschten Methode gefragt. Wählt er die Zahlung mit Kreditkarte, so wird er nach der vollständigen Kreditkartennummer, dem Inhaber der Karte, dem Verfallsdatum und der Prüfziffer gefragt. Die Eingabe einer Geheimziffer oder einer PIN Nummer ist nicht erforderlich, Die meisten Kreditkarten verfügen auch nicht über eine solche Nummer. Alle abgefragten Daten finden sich auf der Kreditkarte. Selbst die Prüfziffer steht auf der Rückseite der Karte. Da eigentlich jedem Menschen bekannt ist, wo die Prüfziffer steht, bietet sie quasi überhaupt keinen Schutz. Sollte die Karte dann einmal in falsche Hände geraten, ist es für einen böswilligen Finder ein leichtes, auf Kosten des Karteninhabers einzukaufen. Daher sollte man stets gut auf seine Kreditkarte aufpassen!
Zwar haften die Banken und Kreditkarteninstitute für missbräuchliche Verwendung durch Dritte, allerdings muss dafür die Karte sofort gesperrt werden, wenn der Verlust bemerkt wird. Dennoch ist es ärgerlich, wenn die Karte abhanden kommt. Denn der bürokratische Aufwand und der entstehende Stress sind nicht zu unterschätzen.
- Um einem Verlust der Karte oder der Kartendaten vorzubeugen, empfiehlt es sich die Karte nur mitzuführen, wenn sie wirklich benötigt wird
- Sofern die Karte über eine PIN für Bargeldabhebungen verfügt, sollte diese niemals im Geldbeutel oder auf der Karte vermerkt werden
- Bei der Zahlung mit der Karte im Geschäft, sollte darauf geachtet werden, dass die Kartendaten nicht von Dritten ausgespäht werden
- Eine papierhafte Kopie der Karte reicht oft für einen Missbrauch aus!
Wenn die Karte doch einmal wegkommen sollte, sollte der Verlust umgehend der zuständigen Sperrhotline mitgeteilt werden.
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